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Leistungsnachweis auf der natürlichen Schweißfährte

Für den Weimaraner kommt nach Herkunft und Anlage der Arbeit nach dem Schuss besondere Bedeutung zu. Hierzu gehört vor allem die Nachsuche auf Schalenwild. Hunde, welche hier Gutes leisten, sind auch züchterisch wertvoll. Für diese wird deshalb ein besonderes Leistungszeichen

SchwN

vergeben.

Für die Vergabe dieses Leistungszeichens gelten folgende Mindestanforderungen:

Riemenarbeit

Mindestens 500 Meter auf mindestens fünf Stunden alter Wundfährte. Der Hund soll nach genauer Untersuchung des Anschusses am langen Riemen sicher und zügig zum Stück führen. Verleitfährten von gesundem Wild darf er zeigen, ihnen aber nicht weiter folgen. Auf gerechte Führung ist zu achten.

Hetze

Kommt der Hund an das frische Wundbett des noch nicht verendeten Stückes oder zieht das kranke Stück vor dem Hund her, so muss er zur Hetze geschnallt, der frischen Wundfährte folgen und das kranke Stück über mindestens 20 Meter zu Stande hetzen oder niederziehen.

Stellen

Krankes, wehrhaftes Schalenwild, das der Hund nicht niederziehen und abtun kann, muss er zuverlässig stellen. Verlässt der Hund das einmal gestellte Stück und kehrt zu seinem Führer zurück, ist ihm das Leistungszeichen zu versagen, auch wenn er vorher eine gute Riemenarbeit und Hetze geleistet haben sollte.

Für die Erteilung des Leistungszeichens sind alle drei Punkte (Riemenarbeit-Hetze-Stellen von wehrhaftem Wild) erforderlich. Die Leistungen können jedoch bei verschiedenen Arbeiten erbracht werden. So kann z.B. eine erfolgreiche Riemenarbeit, eine zweite, eine lange Hetze nach kurzer Riemenarbeit und eine dritte, ein scharfes Stellen eines wehrhaften Stückes ohne Riemenarbeit und nach kurzer Hetze anerkannt werden.

Als wehrhaftes Schalenwild sind in der Regel nur Schwarzwild (ausgenommen schwache Frischlinge), Rotwild (ausgenommen schwache Kälber), Dam- und Sikahirsche, Gamswild (ausgenommen Kitze und Jährlinge) und Muffelwidder zu betrachten. Arbeiten am Rehbock dürfen unter „Stellen“ nur ausnahmsweise bewertet werden, etwa wenn der Hund von einem Bock geforkelt wurde und ihn trotzdem weiter scharf stellt oder niederzieht. Ansonsten ist bloßes Stellen von wenig wehrhaftem Wild, das ein zuverlässiger, wildscharfer Hund eigentlich niederziehen müsste, hier nicht zu bewerten.

Hunde, die keine Gelegenheit haben, an wehrhaftem Schalenwild zu arbeiten, jedoch die genannten Anforderungen hinsichtlich der Riemenarbeit und des Hetzens mit anschließendem zuverlässigem Niederziehen von schwächerem Schalenwild (vor allem Rehwild) erfüllt haben, können das in Klammern gesetzte Leistungszeichen

(SchwN)

erhalten.

In jedem Fall sind die betreffenden Arbeiten von mindestens zwei Zeugen zu bestätigen, denen auf Grund ihrer praktischen Erfahrung die sachlich richtige Beurteilung der gezeigten Leistungen zweifelsfrei zuzutrauen ist. Über die Arbeiten ist eine Niederschrift zu fertigen und an den für das Prüfungswesen zuständigen Zuchtwart einzureichen. Dieser leitet sie mit Bestätigungsvermerk an das Zuchtbuchamt weiter, von wo aus dem Hundeführer eine entsprechende Bescheinigung (Zuerkennung des Leistungszeichens) ausgestellt wird.

Überarbeitet und beschlossen auf der Vorstandssitzung am 15.03.2008 in Fulda

(c)2016 Andrea Deppner & Dr. Gregor Bahrenberg
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